Gleichstellung der Geschlechter

Es gibt eine Vielzahl von Angeboten zur Förderung des Interesses an Naturwissenschaften. Trotzdem fühlen sich junge Frauen häufig weniger davon angesprochen als junge Männer und nehmen auch deutlich weniger Erfolgserlebnisse aus diesen Angeboten mit. Eine Studie1 belegt, dass sich der Effekt des Besuches eines klassischen "Schülerlabors" bei Mädchen bereits nach drei Monaten nicht mehr nachweisen lässt. Gleichzeitig sollten sich auch junge Männer von allen Kurseinhalten angesprochen fühlen, denn auch sie sollen weiterhin für die Naturwissenschaften gewonnen werden. Wir setzen uns dafür ein, dass sich beide Geschlechter gleichermassen von den Kursinhalten angesprochen fühlen und positive Erlebnisse daraus ziehen.

Förderung junger Frauen

Unsere Angebote im Themenkomplex „Nachhaltigkeit und Naturwissenschaft“ und im Bereich „Überfachliche Kompetenzen“ sind nicht entlang des gegebenen Merkmals "Geschlecht" konzipiert, sondern sprechen Mädchen und Jungen gleichermassen in ihrer Alltagsrealität an und bieten ihnen eine Perspektive für eine naturwissenschaftliche Karriere gemäss ihren spezifischen persönlichen Interessen. Die Erkenntnis, dass davon insbesondere Mädchen profitieren, stützt sich dabei auf die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung2. So ist das Thema "Nachhaltigkeit" ein wichtiges Argument bei der Berufswahl von Frauen. Frauen geben als Grund für ihre Berufswahl häufig an, dass sie mit ihrer Tätigkeit gesellschaftlich Sinnvolles tun wollen und zu einer nachhaltigen Entwicklung von Gesellschaft, Umwelt und Ökonomie beitragen möchten.

 

1) Mokhonko, Svitlana et al. (2014): Förderung von Mädchen in Naturwissenschaften: Schülerlabore und ihre Effekte. Springer Verlag.

2) Spangenberger, Pia (2016): Zum Einfluss eines Nachhaltigkeitsbezugs auf die Wahl technischer Berufe durch Frauen. Eine Analyse am Beispiel des Windenergiesektors. EUSL Verlagsgesellschaft.